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1. August 2011

Audi, Nabucco, Linde

Energiewende: Audi-Chef Stadler glaubt an die Energie-Wende. Der Vorstandschef sieht den Abschied von der Atomkraft als Chance für die deutsche Industrie. handelsblatt.com

 

Nabucco-Pipeline: Russland liefert 34 Prozent des in der EU verbrauchten Gases. Nun möchte sich die Staatengemeinschaft von den russischen Quellen lösen und eine Pipeline von Aserbaidschan bis nach Wien bauen. Doch das Projekt könnte platzen. ZEIT Online

 

Steuern: Die Deutsche Energieagentur fordert, dass sich die Bundesregierung einigen sollte, wie Gebäudesanierungen steuerlich absetzbar sein könnten. Blog Grüne Geschäfte

 

Linde: Linde kooperiert mit US-Anlagenbauer Bechtel bei der Planung von Ethylen-Anlagen. Im wachsenden Markt für Schiefergas will sich der Gasespezialist dadurch in Nordamerika neue Geschäfte erschließen. handelsblatt.com

 

Baden-Württemberg: Die Beteiligung an der EnBW und die Forderung nach Kapital bringen den Großaktionär Baden-Württemberg in die Bredouille. Die Strategie von Konzernchef Villis trifft bei der grün-roten Regierung auf wenig Begeisterung. handelsblatt.com

 

Eon & RWE: Die Kernkraftwerksbetreiber senken die Kosten. Als Antwort auf den beschleunigten Atomausstieg reicht das nicht. Eon und RWE müssen sich nach der Energiewende strategisch neu ausrichten. Die Aktionäre sind bereits auf eine deutliche Ertragsverschlechterung vorbereitet. faz.net

28. Juli 2011

Algen, Windturbinen und die Nachfrage nach Ökostrom

Algen: Genmanipulierte Algen können Ethanol, Rohöl oder Dieselkraftstoff produzieren. Nach Angaben von US-Forscher könnte die Biospritausbeute bei einem Hektar Algenbecken 40-mal höher liegen als bei Energiemais. spiegel.de

 

MVV: Der Städtewerke-Verbund MVV investiert in ein Heizkraftwerk in Tschechien. Die Aktivitäten bei den erneuerbaren Energien sollen künftig zunehmen. handelsblatt.com

 

Windenergie: Der Bundesverband WindEnergie e.V. teilt mit, dass im ersten Halbjahr 20 Prozent mehr Windturbinen installiert wurde. wiwo.de, Bundesverband WindEnergie e.V. (Pressemeldung)

 

Frankreich: Nur zwölf Prozent der Energie wird in Frankreich von Wasserkraft produziert. Nun soll der Bereich privatisiert werden. faz.net

 

Energiewende: Um die Energiewende zu schaffen, muss der Strommix 2020 aus Sonnen- und Windenergie, aus Kohle und Gas bestehen. Das dürfte nach Berechnung der ZEIT das Klima so belasten wie die Stromproduktion des Jahres 1990. zeit.de

 

Stromverbrauch: Die Nachfrage nach Ökostrom ist wieder auf das Niveau vor der AKW-Katastrophe in Japan gefallen. welt.de

 

27. Juli 2011

Siemens, Energiesparlampe und die teure Energiewende

Siemens: Vorstandschef Peter Löscher wird für fünf weitere Jahre im Amt bleiben. Der Österreicher leitet seit 2007 den Technologiekonzern und hat ihn aus der Korruptionskrise geführt sowie den Ruf des Unternehmens verbessert. ftd.de, fr-online.de

 

Elektroauto: Carsharing mit strombetriebenen Autos ist en vogue – doch es fehlt nach wie vor an der notwendigen Infrastruktur. ftd.de

 

Energiesparlampe: Bald wird es nur noch Energiesparlampen geben. Nur wenige Verbraucher entsorgen richtig die neue Lampe. ftd.de

 

BP: Nach Veröffentlichung des Halbjahresberichts nährt der Konzernchef die Spekulationen, wonach das Unternehmen sich von seinen Raffinerie- und Tankstellengeschäft trennen könnte. faz.net

 

Energiewende: 2022 soll der letzte Atommeiler vom Netz gehen. Bis dahin müssen enorme Investitionssumen getätigt werden, um den Strombedarf in Deutschland zu decken. Volkswirte der staatlichen KfW-Bankengruppe gehen von einem Investitionsbedarf in Höhe von 250 Milliarden Euro aus. Der Atomausstieg wird teuer. handelsblatt.com

 

Wellenkraftwerk: Das erste kommerzielle Wellenkraftwerk geht im nordspanischen Mutriku ans Netz. Doch die Stromausbeute ist gering – das Werk produziert 300 Kilowatt Strom, gerade genug für 250 Haushalte. blog.zeit.de/gruenegeschaefte

 

26. Juli 2011

BP und Russen am Rhein

BP – Im vorigen Jahr machte BP im zweiten Quartal noch 17 Milliarden Miese. Nun hat der britische Ölkonzern das zweite Quartal mit einem Milliardengewinn abgeschlossen: er verdiente allein in drei Monaten ein Nettogewinn von 5,31 Milliarden Euro. ftd.de, handelsblatt.com

 

Düsseldorf – Der Energieversorger EnBW, der die Mehrheit an den Düsseldorfer Stadtwerken hält, möchte den russischen Energieunternehmen Novatek beim Bau eines Gaskraftswerkes in Düsseldorf mit ins Boot holen. Doch die Stadtvertreter sind von der Idee nicht sonderlich begeistert. wiwo.de

 

Venezuela – Warum das lateinamerikanische Land sein Erdölvorkommen, das zu den größten der Welt zählt, nicht fördern kann. Spiegel Online

 

Solarstrom-Förderung – Auch wenn der Staat künftig den Solarstrom weniger subventionieren wird, eine Anschaffung kann sich trotzdem rechnen. Tagesspiegel (via ZEIT Online)

 

25. Juli 2011

Energienews: EnBW, Venezuela und Kreuzfahrtschiffe

Solarenergie: BP gibt das Geschäft mit Solarmodulen auf. Künftig wird sich der Energiekonzern auf die Entwicklung, den Bau und Verkauf von Solarparks beschränken. Vier Fünftel des Umsatzes der Ökosparte fallen damit weg. Nach der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko habe BP einfach kein Geld mehr für Experimente. ftd.de

 

Windenergie: Die Energiewende verursacht einen massiven Ausbau der Windenergie. Das Angebot muss sich verdoppeln. Doch der Protest der Bürger, die in der Nähe der großen Rotorentürme wohnen, ist damit vorprogrammiert. Eine mögliche Lösung aus Schleswig-Holstein: Die Gemeinden verdienen an dem Windpark mit. Im Süden der Republik müssen derweil noch Flächen für die neuen Windparks gefunden werden.  spiegel.de, zeit.de

 

Stromkosten: Die Energiewende dürfte die jährliche Stromrechnung  deutlich verteuern. spiegel.de

 

Venezuela: Das südamerikanische Land hat die größten Ölreserven weltweit, noch vor Saudi-Arabien. Der Ölpreis dürfte dies im Wesentlichen nicht beeinflussen. Denn Experten sind der Meinung, dass Venezuela nicht das Know-how verfügt, um das Erdöl zu fördern. faz.net, fr-online.de

 

Saudi-Arabien: Die Einnahmen durch die Förderung von Erdöl haben für viel Wohlstand unter der einheimischen Bevölkerung geführt. Doch der breiten Masse der saudischen Bevölkerung hat dies keine Arbeit gebracht. Ein Großteil der Arbeit wurde und wird von Einwanderern aus Pakistan und den Philippinen verrichtet. ftd.de

 

EnBW: Der Energieversorger spürt die Folgen des Atomausstiegs. Die neuen Rahmenbedingungen verursachen laut Versorger einen Halbjahresverlust auf rund 590 Millionen Euro. EnBW würde aber nach wie vor auf Jahressicht Milliardengewinne machen, wie die FR meint. fr-online.de, fr-online.de, ftd

 

RWE: Der Energiekonzern aus Nordrhein-Westfalen wird künftig die Deutsche Bahn mit Energie aus Wasserkraft beliefern. Der Vertrag ist auf zehn Jahre angelegt, der größte Stromverbraucher Deutschlands zahlt dafür einen einstelligen Milliardenbetrag. sueddeutsche.de, handelsblatt.com, ftd.de

 

Elektroauto: Die deutsche Automobilbranche hat weltweit zusammen 129 neue Patente für Elektromotoren oder –fahrzeuge angemeldet. Das ist ein Zuwachs von 130 Prozent im Vergleich zu 2006. handelsblatt.com

 

Kreuzfahrtschiffe: Die meisten Kreuzfahrtschiffe sind wahre Dreckschleudern. Neuere Modelle könnten auf umweltfreundlichen Treibstoff umstellen. wiwo.de

20. Juli 2011

Solarkraft in Frankfreich und indisches Uranerz – Die Nachrichten der Woche

Es ist ein großer Erfolg für das bayrische Photovoltaik-Unternehmen Phoenix Solar: der französische Energieanbieter Akuo Energy hat den Anlagenbauer aus Sulzemoos beauftragt, zwei Solarkraftwerke mit 24 Megawatt Spitzenleistung zu bauen. Phoenix Solar hat bereits dieses Jahr in Frankreich Aufträge in Höhe von 100 Millionen Euro erhalten, berichtet das Handelsblatt (zweiter Link hier).

 

Das Deutsche Atomforum, Deutschlands Lobbygruppe für Atomkraft, darf nicht mehr mit Windrädern werben, wie Spiegel Online berichtet. Der Hersteller von Windrädern Enercon hatte eine einstweilige Verfügung beantragt, als einer seiner Windräder in einer Anzeige mit dem Kernkraftwerk Unterweser zu sehen war. Untertitel: “Klimaschützer unter sich. Kernkraftwerk Unterweser und Windenergie: CO2-Ausstoß Null.”

 

In anderen Teilen der Welt wird Atomkraft nach wie vor als notwendig für Wachstum und Fortschritt angesehen. Besonders in Indien, wo das wahrscheinlich größte Uranvorkommen der Welt erschlossen werden soll. Im besten Fall lagern im südöstlichen Bundesstaat Andhra Pradesh 150.000 Tonnen Uranerz. Es wird trotzdem nicht reichen, um Indien unabhängig von Importen zu machen, wie die Welt berichtet.

 

Weitere Links der Energiebranche:

Wenn Windräder stillstehen (Frankfurter Rundschau). Der Leitungsbau in Deutschland hinkt der Erzeugung von Öko-Strom hinterher. Das Resultat: Immer mehr Windräder müssen kurzzeitig aus dem Wind gedreht werden. Die Bundesnetzagentur legt jetzt einen Plan auf.

 

Der letzte Saurier (Zeit Online). Was will ein deutscher Atommanager im Land der Atomkatastrophe? Eine Reise nach Japan mit Jürgen Großmann, dem Chef des Energiekonzerns RWE. Von Stefan Willeke

 

So will die Bundesnetzagentur Blackouts verhindern (Welt). Die Bundesnetzagentur prüft, ob einer der stillgelegten Atommeiler am Leben erhalten werden soll. So könnten Engpässe abgefedert werden.

 

18. Juli 2011

Wie grün ist das Internet?

Es ist eine Frage, die uns in letzter Zeit immer häufiger beschäftigt; eine Frage, die – wenn man so will – ins Zentrum unserer Handlungslogik gerückt ist: Wie groß ist mein ökologischer Fußabdruck?

 

Internetnutzer können sich mit dem folgenden Video einen Eindruck verschaffen, wer von Facebook, Youtube & Co den meißten CO2-Ausstoß produziert. Und damit herausfinden, was es ökologisch bedeutet, mal schnell ein Video bei Youtube anzuklicken.

 

 

Mehr zum Thema:

How green is your data? Ein Studie über Amazon & Co von Greenpeace

Japanischer Unternehmer plant Bau von Solarkraftwerken

Der reichste Mann Japans, Masayoshi Son, zieht praktische Konsequenzen aus den Überlegungen, langfristig die Atomenergie zu überwinden. Der Gründer von Softbank, dem japanischen Vodafone, plant zehn Solarkraftwerke zu bauen, wie der Blog Grüne Geschäfte berichtet. Die Leistung wird mindestens 20 Megawatt betragen. Dies ereignet sich zum gleichen Zeitpunkt, in dem wahrscheinlich ein weiterer Atomreaktor vom Netz genommen wird. Der Betreiber nennt als Grund einen Druckverlust in einem Borsäurebehälter, berichtet ZEIT Online. Es sei bisher keine Radioaktivität ausgetreten. Die Entscheidung dürfte die Energieknappheit in Japan verschärfen, denn seit der Tsunami-Katastrophe sind nur 18 von 54 Reaktoren am Netz. Die Behörden rufen die Bevölkerung und die Unternehmen daher auf, den Stromverbrauch zu reduzieren.

 

Der deutsche Atomausstieg hat dazu geführt, dass zwei große Energiekonzerne bereits Klage dagegen erhoben haben. RWE und Eon ziehen namentlich gegen die Brennelementsteuer juristisch zu Felde. Nun bekommen sie Verstärkung: der baden-württembergische Versorger EnBW wird auch gegen die Brennelementsteuer klagen.

 

Weitere Nachrichten aus der Energiebranche:

Der australische Gasförderkonzern Santos kauf den Konkurrenten Eastern Star, Handelsblatt

 

 

13. Juli 2011

Atomausstieg bald auch auf französisch?

Deutschland war bis vor kurzem das einzige Land, das aus der Atomkraft aussteigen wollte. Nach der Atomkatastrophe in Fukushima scheinen nun einige der Befürworter leise darüber nachzudenken, Deutschland es gleich zu tun. So berichtet der ZEIT-Blog „Grüne Geschäft“ über die ersten Überlegungen in Frankfreich, langfristig aus der Kernenergie auszusteigen. Auch in Japan fordert der Regierungschef: „Wir müssen eine Gesellschaft entwickeln, die auf Atomenergie verzichtet” (Süddeutsche Zeitung). Auch bei der Financial Times Deutschland.

 

In Deutschland wird der Atomausstieg dazu führen, dass aus dem Ausland billigerer Strom importiert wird. Es sei denn, der Strom aus Kohlekraftwerken wird teurer, wie Spiegel Online analysiert. Nur so könnten die emissionsarmen Gas- und Dampfkraftwerke bereits jetzt mit den herkömmlichen Energiequellen konkurrieren – und so den Übergang zu einem neuen Ökozeitalter vorantreiben.