Karriere

11. Juli 2011

Aktuelle Nachrichten zur Frauenquote

Aus Italien kommen jüngst schlechte Nachrichten; das Land, so haben einige Medien bereits am Wochenende berichtet, ist kurz davor in den Strudel der Euro-Krise zu geraten. Doch für Frauen sind gute Nachrichten zu vernehmen. Das Handelsblatt meldete vor Kurzem: Das Parlament in Rom stimmt für eine Frauenquote in Unternehmen. Ab 2012 sollen die Verwaltungsräte in den Betrieben und staatlichen Unternehmen mindestens ein Fünftel und ab 2015 ein Drittel der Posten an Frauen vergeben. Der Verwaltungsrat ist in Italien das zentrale Leitungsorgan des Unternehmens. Die Frauenquote in den italienischen Führungsetagen gehört zu den Schlusslichtern Europas, genauso wie in Deutschland.

 

Derweil hat sich Christine Hohmann-Dennhardt, die einzige Frau im Vorstand von Daimler, für eine Frauenquote ausgesprochen. Dem Spiegel sagte sie in einem Interview, dass sei ihre ganz private Meinung. Der Vorstandtschef Dieter Zesche lehnt eine Quote ab. Auch die EU-Kommissarin Vivanne Redding ist für die Quote. Sie droht den Unternehmen, ab 2015 ein 30-prozentige Frauen-Quote für die Besetzung von Aufsichtsräten einführen zu wollen, wenn bis März kommenden Jahres die Unternehmen nicht genügend für die Besetzung von Frauen in den Führungsgremien tun.

 

Das Interview mit der EU-Kommissarin kann man hier lesen. (Focus Online)